Alexandra Flury-Schölch

Himmelsverbunden. Die mystische Seite von Pfingsten

CarolaGlaser_4 Kopie 2<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>reformiert-solothurn.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>288</div><div class='bid' style='display:none;'>2354</div><div class='usr' style='display:none;'>10</div>

Am Pfingstmontag 21. Mai 2018, 19.00 Uhr, singt Carola Glaser: Fünf Lieder für Frauenstimme und Klavier von Richard Wagner.
Alexandra Flury-Schölch,
Die «Wesendonck-Lieder» von Richard Wagner eröffnen auf überraschende Weise einen Zugang zur mystischen Seite von Pfingsten.

Richard Wagner
vertonte die Gedichte «Engel», «Stehe Still», «Im Treibhaus», «Schmerzen» und «Träume» von Mathilde Wesendonck 1857 und 1858. Sie verarbeiten eine unerfüllte Sehnsucht. Als Wagner in Zürich lebte, fühlte er sich sehr verbunden mit Mathilde Wesendonck. Beide waren jedoch verheiratet; ihre Freundschaft führte zum Eklat. Wagner zog nach Venedig und rang darum, wie auch in seiner Oper Tristan und Isolde, ob irgendwie zusammenkommen kann, was zusammenkommen will. Hier liegt der Berührungspunkt zu Pfingsten. Bei Wagner ist es die Frage: Kann man in der Liebe und im Geiste zusammen sein, auch wenn dies durch räumliche Entfernung oder gesellschaftliche Verpflichtungen verhindert ist? Im Pfingstfest ist es die Frage: Kann zusammenkommen, was so grundsätzlich getrennt scheint wie Himmel und Erde, Gott und Mensch?
In den Wesendonck-Liedern ist zu hören, was auch das Pfingsterlebnis mitprägt: Die Sehnsucht, hinaustreten zu können aus allen Bindungen, Alltag, Schmerz und Last, um sich ganz und tief verbunden zu fühlen. Das Christentum hat früh auch eine mystische Seite entwickelt und Pfingsten lädt ein, sich nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit Gefühl und Hingabe auf das Göttliche und Himmlische einzulassen: ergriffen, entzückt, verliebt, verzückt vom Wunder des Lebens. Ganz weg zu sein, kann helfen, ganz da zu sein.

Carola Glaser
Ihr Weg führte die Sopranistin von Basel ans Mannes College of Music in New York und wieder zurück nach Basel. Seither war sie zu hören in vielen Opernhäusern und Konzertsälen in Berlin, Frankfurt, Wien, Bonn oder Rom. Ihr Repertoire reicht von Verdi über Beethoven und Mozart bis zu Schönberg, Schostakowitsch, Verdi und Strauss – und eben Richard Wagner.

Ansi Verwey
Die Dirigentin und Pianistin war 2007–2009 Leiterin einer Wagner-Werkstatt. Sie wurde in Südarfika geboren, dort studierte sie Klavier, Orgel und Cembalo an der Stellenbosch University. Nach Stationen an der Volksoper Wien, Wiesbaden, Hannover, Bilbao, Valencia, Frankfurt, Stuttgart, Lissabon und Südarfika spielt sie nun Wagner bei uns in Solothurn.

Eintritt frei, Kollekte
Im Anschluss Apero mit Maibowle
Bereitgestellt: 21.05.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch