Alexandra Flury-Schölch

Unser Online-Advenskalender

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Was erwartet Ihr im Blick auf Advent und Weihnachten?
Dieser Frage stellten sich Konfirmandinnen und Konfirmanden des vergangenen Jahres. Ihre Antworten waren so vielschichtig und tiefsinnig, dass daraus ein Adventskalender entstand mit 24 Fragen rund um das Warten und Erwarten. Dieses Jahr dürfen Sie sich täglich einmal inspirieren lassen, indem Sie ein online-Türchen anklicken.
Alexandra Flury-Schölch,
Zuerst die Schattenseite
„Wenn ich das Wort Erwartung höre“, schrieb eine Jugendliche: „höre ich, dass ich etwas machen soll, was von mir erwartet wird. Das Wort löst in mir aus, dass ich etwas erfüllen muss. Manchmal sei es schwierig, die Erwartung anderer zu erfüllen, weil sie sehr hoch ist oder nicht mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmt. Erwartung sei deshalb ein Wort, das vor allem Druck und Stress auslöse.
Eine andere Jugendliche gab zu bedenken, dass sie umgekehrt sogar zuerst an die Erwartungen gedacht habe, die sie selbst an andere hat und sie - zugegeben - oft erwartet, dass jemand etwas genau so macht, wie sie sich das vorstellt.
Die Adventszeit könnte eine Zeit sein, darüber nachzudenken, welche Erwartungen wir haben – an uns selbst, an andere, an das Leben - und welche Erwartungen wir ausstrahlen. Wir könnten uns auf die Suche machen nach den Bedürfnissen, Hoffnungen und Träumen, die sich hinter den eigenen Erwartungen verbergen; vielleicht würden wir dabei Ängste und Muster entdecken und könnten befreiende Erfahrungen machen.

Hoffnung will gewagt sein
Eine Jugendliche gab zu bedenken, dass unsere Erwartungen zwar etwas mit unseren Wünschen und Träumen zu tun haben, dass aber beim Wort Erwartung immer das innere Wissen mitschwinge, dass es gut möglich sei, enttäuscht zu werden.
Wieviel Hoffnung wagen wir also? Die Adventszeit könnte eine Zeit sein, darüber nachzudenken, welche Hoffnungen stark sind und wo wir uns vielleicht nur Illusionen machen, die irgendwann in Ernüchterung umschlagen könnten. Auch wo wir von einer erreichbaren Hoffnung überzeugt sind, bleibt die Frage, ob wir bereit sind, mit einer Enttäuschung zu rechnen, sie hinzunehmen und daran zu glauben, dass sich auch dann da Wagnis in jedem Fall lohnt.

Mache Dir kein Bildnis!?
Ein Jugendlicher wies darauf hin, dass Erwartungen immer in unserem Kopf entstehen: wir stellen uns etwas vor, machen uns ein Bild. Wir können versuchen, unsere Wirklichkeit nach diesem Bild hin zu gestalten. Manchmal gelingt es, manchmal müssen wir uns eingestehen, dass es nicht möglich ist, die Welt nach unserem Bild zu formen, vor allem andere Menschen nicht.

Warten
Ein Jugendlicher wies darauf hin, dass Erwartungen schlicht etwas mit Warten zu tun haben: mit Zeit und Geduld; man wartet, bis es so weit ist und das Erhoffte eintrifft. Das Positive sei: Je länger man warte, desto mehr habe man Zeit, sich Gedanken zu machen und habe damit eine Chance, sich das Erhoffte immer klarer vorzustellen. Damit steige die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst etwas dazu tun kann, das Erhoffte herbeizuführen.

Kraft und Antrieb
Der Gedankenaustausch der Jugendlichen führte zum Fazit, dass wenn das Erwartete eintrifft, man erfüllt und zufrieden sei. Es wäre schön, wenn Weihnachten uns einen solchen Moment bescheren könnte.
Eine Jugendliche aber setzte fragend dagegen, ob dieser Punkt je erreicht sei und ob es überhaupt erstrebenswert sei, keine offenen Wünsche mehr zu haben: Man erwarte doch immer etwas. Sei es von sich selbst, um Leistungen zu vollbringen, sei es von einer Freundschaft, sei es vom Leben. Schliesslich seien Erwartungen auch eine Kraft, ein Motor … Und dann wäre Weihnachten der Moment, an dem uns ein lohnenswertes Ziel aufgeht und wir einen hoffnungsvollen Entschluss fassen könnten.

Lassen Sie sich inspirieren zu eigenen Weihnachtshoffnungen!
Die Konfgruppen 2017/18 der Stadtkirche

Bereitgestellt: 30.11.2018     Besuche: 14 Monat 
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