Alexandra Flury-Schölch

Schaurig schön: barockes Lebensgefühl

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Am Sonntag, 26. Mai um 19.30 Uhr kommen in der Reformierten Stadtkirche Solothurn die «Musikalische Exequien» von Heinrich Schütz zur Aufführung: eine der ersten deutschen Requiemvertonungen
Alexandra Flury-Schölch,
Es singen Barbara Imholz, Dorothea Dallmann, Clauda Müller, Martin Imholz, Mathias Rickenbacher und Christian Stephan
Urs Aeberhard am Continuo und Tomasz Smigielski am Violoncello

Eintritt frei, Kollekte
Anschliessend Sommerbar

Lassen Sie sich ergreifen von den Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz. Die gesungenen, biblischen Worte rufen uns die Endlichkeit in Erinnerung, damit wir das Leben umso mehr geniessen.

Der Mai lädt ein, durch Gärten zu spazieren und die Blumenpracht und die Blüte der Bäume zu geniessen. Besonders frühlingshaft-romantisch sind barocke Parkanlagen, wenn sie in ihrer vollen Blüte stehen, mit ihren vielfarbigen Blumenrabatten und Springbrunnen. Angesichts verspielter Wasserfontänen hört man im Kopf geradezu die perlenden Melodien von Vivaldis «Vier Jahreszeiten».
Barocke Schönheit lebt aber nicht nur aus Spiel und Genuss, sondern vor allem aus dem Bewusstsein der Endlichkeit. Durch die Erfahrung des Dreissigjährigen Krieges mit Hunger und Tod und durch die Pestwellen wurde erst die Kostbarkeit und Schönheit des irdischen Lebens bewusst und erwuchs zugleich eine intensive Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.
Eines der Werke, die zugleich wunderschön sind und uns unsere Sterblichkeit in Erinnerung rufen, sind die Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz, geschrieben 1635/36 noch vor dem Hintergrund des Dreissigjährigen Krieges, als Beerdigungsmusik für seinen thüringischen Landesfürsten Heinrich Reuss. Sie sind eine der ersten deutschen Requiem-Vertonungen: sehr bewegend und bildhaft.

26. Mai | 19.30 Uhr | Reformierte Stadtkirche Solothurn
25. Mai | 19.00 Uhr | Schmittengasse 10 | Rumisberg
Bereitgestellt: 26.05.2019     
aktualisiert mit kirchenweb.ch