Alexandra Flury-Schölch

Musik & Poesie

Elazar Benyoëtz<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>reformiert-solothurn.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>309</div><div class='bid' style='display:none;'>3481</div><div class='usr' style='display:none;'>10</div>

Elazar Benyoëtz

Am Sonntag, 10. November 2019, 17.00 Uhr, liest Elazar Benyoëtz, Jerusalem, dazu Klezmermusik mit dem Freilach Trio. In Zusammenarbeit mit CHRIST+WELT
Alexandra Flury-Schölch,
An diesem Abend am 10. November wird in der Reformierten Stadtkirche Solothurn eine eindrückliche Bandbreite hörbar zwischen jüdisch-deutscher Literatur und Klezmermusik.

Der als Meister des deutschsprachigen Aphorismus bekannte israelische Schriftsteller Elazar Benyoëtz liest an diesem Abend unter dem Titel «Nadelind. Des Himmels Segen ist fester Boden genug».
Als Paul Koppel 1937 in Wiener Neustadt geboren, lebt er seit 1939 in Tel-Aviv, arbeitet heute in Jerusalem. Als junger Dichter publizierte er zunächst Lyrik in hebräischer Sprache, bis die in Zürich lebende Schriftstellerin Margarete Susman ihn ermutigte, den in der Shoah ausgelöschten jüdisch-deutschen Schriftstellern mit der Bibliographia Judaica ein Denkmal zu setzen. Seit 1969 erscheinen seine Werke in deutscher Sprache, meist in Form von Aphorismen-Reihen; sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet.
Elazar Benyoëtz liest nicht zum ersten Mal in Solothurn, diese Lesung wird jedoch seine letzte Lesereise beschliessen. Deshalb und weil er, auch wenn er im Titel ein bestimmtes Werk zugrunde legt, jede Lesung neu komponiert, wird dieser Abend einmalig sein: Benyoëtz setzt in jeder Lesung den schöpferischen Prozess des Weiterschreibens fort, komponiert Variationen zu bereits durchgeführten Themen. Diese Themen werden geboren aus jüdischer und christlicher Schriftlesung und -auslegung. Inhaltlich bezieht sich Benyoëtz auf Grundtexte aus beiden Testamente der Bibel sowie auf die deutschsprachige Literatur, insbesondere auf das ausgelöschte jüdisch-deutsche Schrifttum.

In Ergänzung, Spannung und Gegensatz dazu erklingt Klezmermusik, eine im nord- und osteuropäischen Judentum entstandene Volksmusik, die ihren Platz vor allem bei Festen wie Hochzeiten hatte. Das Freilach Trio hat sich dieser Musik verschrieben und dieser Musikstil hat sie auch als Trio zusammengeführt, anlässlich eines Workshops mit dem jüdischen Klarinettisten Giora Feidman. Heidy Huwiler an der Klarinette, Magdalena Irmann mit dem Akkordeon und Valentin Kolar am Bass zaubern, lachen und weinen auf ihren Instrumenten und berühren mit frischen Interpretationen traditioneller jüdischer Klezmermusik und einer eigenen, mitreissenden Klangsprache.

Anschliessend ist die Apéro-Bar geöffnet. Es gibt einen Büchertisch mit Werken von Elazar Benyoëtz.

Eintritt frei, Kollekte
Bereitgestellt: 04.11.2019     Besuche: 22 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch