Thala Linder

Ruhe und Spass

Toller Nachmittag in der Verenaschlucht —  Ausnahmsweise haben wir den konfessionellen Nachmittag in die verenaschlucht verlegt<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>reformiert-solothurn.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>3</div><div class='bid' style='display:none;'>3970</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Die Abendmahlsfeier mussten wir aus aktuellem Anlass absagen. So haben wir kurzerhand den konfessionellen Nachmittag in die Verenaschlucht verlegt. Da wussten wir noch nicht, dass es der letzte Nachmittag mit Schule war...
Thala Linder,
Am 13.März hätten wir in der Stadtkirche mit den 3.KlässlerInnen aus Rüttenen und Feldbrunnen und den 4.KlässlerInnen aus der Stadt und mit ihren Familien und FreundInnen Abendmahl gefeiert. Wegen des Coronaviruses mussten wir die Feier absagen und mussten daher auch den konfessionellen Nachmittag vom 13.März völlig umgestalten. Denn eine Vorbereitung der Abendmahlsfeier machte wenig Sinn.

Also haben wir uns kurzerhand entschieden in die Verenaschlucht zu gehen.

Bereits um 13.30 Uhr trudeln die ersten Kinder ein. Da das Team noch letzte Absprachen treffen muss, fordern wir die Kinder kurzerhand auf Verstecken zu spielen. Laut beginnt einer zu zählen, die andern verschwinden irgendwo. Um 14 Uhr sind alle 30 Kinder da und wir starten. In drei Gruppen gehen wir los und suchen unterwegs Kämme und Krüglein. Einige stürmen voraus, andere gehen gemütlich ins Gespräch vertieft hinterher. Bei der Einsiedelei angekommen, sehen wir dass Kamm und Krug die Insignien der Verena sind. Ursula Eichelberger erzählt die Geschichte der Verena und die Kinder lauschen gebannt. Die Ruhe bleibt, weil wir ausprobieren, wie es ist, wie ein Einsiedler auf Rückzug zu gehen. Einige Knaben melden zurück: «Es wurde plötzlich ganz ruhig in mir.», andere finden ehrlich: «Es ist mega schwierig ruhig dazusitzen.» Obwohl freiwillig, probieren alle aus, was passiert, wenn man in dieses Loch im Fels greift. Das Loch, wo sich Verena während der Überschwemmung festgehalten hat und so wundersam Rettung erlebt hat. Von einem Kribbeln berichten die Kinder und davon, dass plötzlich etwas da war. Es sind sich aber alle einig, dass man Gott überall erleben kann und es kein Loch und kein Kirchengebäude dazu braucht.

Weiter geht es durch die Schlucht zu einem gemütlichen Platz. Unterwegs sammeln die Kinder Steine. Bei einer Austauschrunde berichten einige, dass sie beten, wenn sie etwas Schweres zu tragen haben. Wir bemalen die Steine für unser Abschlussritual ganz bunt.
Und dann ist freie Zeit. Alle finden etwas zum Spielen, bauen Hütten, verstecken sich, essen gemütlich Zvieri, die halbe Stunde vergeht wie im Flug.
Als Abschluss machen wir einen Gebetskreis und singen unser Schlusslied: Friide wünsch i dir und Friide wünschi mir, Friide für üs aui und für di ganzi Wäut.

Auf dem Rückweg meint einer:"Schade ist der Nachmittag schon vorbei." und ein anderer "Das war viel besser als Schule". Am Eingang der Verenaschlucht erwarten uns bereits die Eltern mit der News, dass die Schule bis auf weiteres ausfällt. Wir sind froh, konnten wir den Nachmittag noch erleben.

Bereitgestellt: 18.03.2020     Besuche: 104 Monat