Christina von Allmen

Impuls zum Tag - 22. März 2020

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Sich jeden Tag eine Zeit der Ruhe schenken -
sich aufs Wesentliche besinnen -
im Glauben verbunden sein mit anderen Menschen - all das tut gut!

So lange wir keine öffentlichen Veranstaltungen durchführen können, publizieren wir täglich einen Impuls zum Tag.
Christina von Allmen,
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.
(Philipper 4,7)


Haben Sie es auch schon bemerkt, wie der Frühling vor der Türe steht? Ja, dass er eigentlich sogar schon eingetreten ist? Obschon ich die ersten Blumen im Garten gesehen habe, muss ich zugeben, dass ich den Frühling bisher gar nicht wirklich wahrgenommen habe. Er musste sich bei mir zuerst über einen anderen Sinn bemerkbar machen. Als ich an einem frühen Abend beim Sonnenuntergang auf dem Balkon sass, konnte ich auf einmal wieder einen fast vergessenen Geruch wahrnehmen: der süsse Duft von Blüten. Da hatte es auch bei mir «klick» gemacht: «Es ist Frühling!». Ich spürte, wie ich in diesem Augenblick zur Ruhe kam. Mein Kopf und meine Gedanken waren die ganze Zeit so beschäftigt, dass ich die aufblühende Schönheit um mich herum nicht wahrnehmen konnte.

Paulus schreibt diesen Brief aus der Gefangenschaft einer Gemeinde in Philippi, welche mit ihm freundschaftlich verbunden ist. Er ermutigt die Philipper vor unserem Tagesvers in folgenden Worten: »Lasst alle Menschen eure Freundlichkeit spüren. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern lasst in allen Lagen eure Bitten durch Gebet und Fürbitte mit Danksagungen vor Gott laut werden» (Phil. 4.5-6). Wenn Paulus davon spricht, dass der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, unsere Herzen und Sinne bewahrt, tut das gut zu hören. Auch wenn es mir nicht immer in den Sinn kommt, gilt diese Zusage. Und diese Zusage steht nicht im luftleeren Raum, sondern ist konkret, da sie in Christus Jesus bewahrt ist. Unsere Herzen sind dadurch berufen frei »allen Menschen unsere Freundlichkeit spüren lassen». Dass Paulus diesen Text ausgerechnet aus einem Gefängnis schreibt, ist bemerkenswert.

Wenn Sie sich eine Minute kurz Zeit nehmen, an die frische Luft gehen und die Augen schliessen: Was nehmen Sie wahr? Ich rieche die Wiese vor meinem Fenster, höre singende Vögel und spüre den festen Boden unter mir. Ja, Gott ist nahe und sein Friede ist mit mir.

Morgen folgt der nächste Impuls. Bewahre Sie Gott und schenke er Ihnen seinen Frieden.
Der Herr spricht: Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlaft und euch niemand aufschrecke. 3.Mose 26,6

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag,
Sozialdiakonin Christina von Allmen
Bereitgestellt: 22.03.2020     Besuche: 71 Monat