Alexandra Flury-Schölch

Vernissage "Die illegale Pfarrerin"

Bekky & Herbie<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>reformiert-solothurn.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>321</div><div class='bid' style='display:none;'>3374</div><div class='usr' style='display:none;'>10</div>

Freitag, 25. September, 20.00 Uhr, Reformierte Stadtkirche: Vernissage mit Vortrag von Christina Caprez über ihre Grossmutter und erste Pfarrerin der Schweiz Greti Caprez-Roffler und ihre Kollegin Marie Speiser in Zuchwil. Musik mit Rebecca Hagmann am Cello und Priska Stampfli am Akkordeon.
Alexandra Flury-Schölch,
Eine Enkelin macht sich auf Spurensuche. Sie stösst auf die aussergewöhnliche Emanzipationsgeschichte ihrer Grossmutter, einer Frau, die im Dorf Skihosen für Mädchen einführte und ihren Söhnen das Stricken beibrachte. Eine Frau, deren Mut einen hohen Preis hatte – nicht nur für sie.
Greti Caprez-Roffler (1906 – 1994) war die erste vollamtliche Gemeindepfarrerin der Schweiz. Ihre Enkelin, die Soziologin und Journalistin Christina Caprez, erzählt jetzt ihre Geschichte – in einem Buch, einem Film und einer Hörausstellung, die in der Reformierten Stadtkirche Solothurn gastiert.
Am 13. September 1931 wagt das Bergdorf Furna im Prättigau einen Schritt, den zuvor noch keine Gemeinde der Schweiz getan hat: Es wählt eine Frau zur Pfarrerin gegen die herrschenden Gesetze. Greti Caprez-Roffler ist damals 25jährig, frisch gebackene Theologin und Mutter. Sie zieht mit ihrem Baby nach Furna, ihr Mann bleibt als Ingenieur in Pontresina.
Die kantonalen Behörden konfiszieren das Kirchgemeindevermögen, doch die Pfarrerin arbeitet weiter, für «Gottes Lohn». Erst 1963 wird Greti Caprez-Roffler ordiniert, zusammen mit 11 weiteren Theologinnen im Grossmünster in Zürich.

Die Hörausstellung von Christina Caprez gastiert vom 26. September bis zum 8. November in der Stadtkirche Solothurn und ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Sie besteht aus sechs in der Kirche verteilten Guckkästen mit Hörgeschichten, Fotos und Alltagsobjekten aus dem Leben der Pfarrerin.

Eintritt frei, Kollekte

» Programm zur Ausstellung

Samstag, 26. September, 10, 11 und 13 Uhr Führungen, Stadtkirche durch die Ausstellung mit Christina Caprez. Sie gibt Einblick in ihre Forschungswerkstatt und in persönliche Erinnerungen an ihre Grossmutter
Bereitgestellt: 10.09.2020     Besuche: 14 Monat