Alexandra Flury-Schölch

Gottesdienst zum Thema «Unterwegs»

IMG-20200203-WA0001 Kopie<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>reformiert-solothurn.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>44</div><div class='bid' style='display:none;'>4375</div><div class='usr' style='display:none;'>10</div>

Mit Verabschiedung von Pfarrerin Gabi Wartmann und Sozialdiakonin Christina von Allmen
Sonntag, 25. Oktober 2020, 9.30 Uhr, in Bellach. Wichtiger Hinweis für alle >>>


Alexandra Flury-Schölch,
Liebe Gottesdienstbesucher*innen
Gerne dürft Ihr etwas mitbringen, das Ihr Gabi Wartmann oder Christina von Allmen mitgeben möchtet, für den Lebensreisekoffer und den Herzensrucksack: Ein wärmendes und stärkendes Wort aus der gemeinsamen Zeit, eine Erinnerung, ein Symbol, ein Foto.

Auch Jugendarbeiter Lukas Wirth wird in diesem Gottesdienst willkommen geheissen.
Die Together-Gruppe erzählt von Reiseerlebnissen unterwegs und singt als Ad-hoc-Chor unter der Leitung von Mathias Rickenbacher.
Mit Schutzmaske.

Von Rucksäcken und Koffern

Im Gottesdient vom 25. Oktober 2020 in Bellach öffnet die Together-Gruppe ihr Gepäck voll mit Erlebnissen und Erfahrungen, die sie aus der Projektreise nach Kuba mitgebracht hat. Und wir packen gemeinsam einen Koffer für Pfarrerin Gabi Wartmann und einen Rucksack für Sozialdiakonin Christina von Allmen mit Wegzehrung für Herz und Seele.

Bevor sich Jugendliche der Together-Gruppe auf die Reise in unsere Partnergemeinde nach Kuba machen, packen sie Koffer und Rucksäcke. Dabei überlegen sie gut, was sie wirklich brauchen und worauf sie verzichten können, denn zwei Drittel des zulässigen Gewichts sind reserviert für Material für Kuba. Wenn sie nach Hause kommen, sind die Koffer und Rucksäcke dann fast leer und ganz leicht, dafür sind die Herzen voller Eindrücke und Erinnerungen. Im Gottesdienst vom 25. Oktober erzählen uns die jungen Menschen von bleibenden Reiseerfahrungen, und von neuen Reisehoffnungen – in Bezug auf Kuba, mit Blick aufs Leben.

Proviant für gute und schwierige Zeiten
Viel wichtiger als der Koffer in der Hand ist, was wir in unseren Herzenskoffern tragen. Wenn wir unseren inneren Rucksack weise packen, dann wird er im Laufe des Lebens hoffentlich nicht schwerer, sondern immer farbiger, vielfältiger und reicher. Aus einem gut gefüllten Lebensrucksack kann man sich nähren, in guten und schwierigen Zeiten, kann daraus Trost und Kraft schöpfen und den Inhalt austauschen mit anderen Menschen, denen man auf der Lebensreise begegnet.
In unserer Kirchgemeinde wurden und werden dieses Jahr einige Koffer gepackt, weil Mitarbeitende weiterziehen. So wichtig wie ein herzliches Willkommen ist ein herzliches Adieu. Denn ein Abschied, so traurig er ist, der dennoch gefeiert wird, um zu danken für alles, was man sich gegenseitig geben durfte, füllt die Herzenskoffer aller.

Adieu Gabi Wartmann
Bye-bye Christina von Allmen
Als Gabi Wartmann nach Basel zog, konnten wir uns wegen der Corona-Pandemie nicht persönlich verabschieden: «Ich habe mich auf ein richtiges Abschiednehmen zu einem späteren Zeitpunkt sehr gefreut» schreibt sie uns. «Nun muss ich einsehen: Meine eingeschränkte Belastbarkeit und die aktuellen Corona-Fallzahlen machen meine Teilnahme an einem Abschiedsgottesdienst auch jetzt nicht möglich. Das bedauere ich sehr!»
Inzwischen ist Gabi Wartmann am neuen Ort angekommen und hat sich eingelebt: «Einen Ort des ‹Heils und der Heilung› nennt die Kommunität Diakonissenhaus das Klosterdorf in Riehen, in dem wir jetzt wohnen. Für meinen Mann und mich stimmt das. Natürlich ist da immer wieder auch Heimweh nach Solothurn, Bellach – nach Euch. Aber wir spüren seelisch und körperlich, wie heilsam es ist, hier zu sein. Wir fühlen uns wohl am neuen Ort.»

Koffer und Rucksack packen in Bellach
Gabi Wartmann kann nicht nach Bellach reisen, aber sie füllt uns Menschen in der Kirchgemeinde den Rucksack mit Wegzehrung liebevoll schriftlich: «Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute! Seid behütet, getröstet und getragen! Lebt Euer Leben froh und zuversichtlich! Und hoffentlich nehmt Ihr, so wie ich, ganz viel Wärmendes und Stärkendes mit aus unserer gemeinsamen Zeit: Danke für die Jahre, in denen ich Eure Pfarrerin sein durfte. Danke für alles, was ich von Euch bekommen habe. Eure Karten und Briefe, die ich nach meiner Erkrankung erhalten habe, füllen eine ganze Schublade. Sie sind mir ein kostbarer Schatz. Behüte Euch Gott! In IHM sind wir verbunden und in IHR bleiben wir verbunden. Ganz gewiss. A Dieu – seid Gott befohlen!»

Auch wenn Gabi Wartmann nicht zu ihrem Abschiedsgottesdienst kommen kann, herzlich Lebewohl sagen wollen wir trotzdem: Ein von uns gemeinsam gepackter Koffer wird seinen Weg nach Riehen finden! Diesen werden wir im Gottesdienst zusammen füllen. Ebenso wie einen Rucksack für Christina von Allmen, damit sie an ihrem neuen Wirkungsort in Nidau kraftvoll beginnen kann. Sie darf ihren Adieu-Rucksack direkt nach dem Gottesdienst schultern. Wir packen Koffer und Rucksack in einem Dankgebet mit der Together-Gruppe, wie man es üblicherweise auf Kuba feiert – und wie es Gabi sehr liebte.

Sozialdiakon Lukas Wirth ist neu in der Kirchgemeinde Solothurn angekommen. Wir dürfen gespannt sein, was sich in seinem Lebensrucksack befindet! Damit ersich bei uns zu Hause fühlen und für seine Arbeit gut gerüstet sind, geben wir auch ihm Seelenproviant mit.

Bereitgestellt: 10.10.2020     Besuche: 48 Monat