Isabel Schreiber

Einführung ins Abendmahl in Langendorf

Paulus in Philippi —  Paulus trifft Leute in Philippi<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>reformiert-solothurn.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>190</div><div class='bid' style='display:none;'>1534</div><div class='usr' style='display:none;'>31</div>

"Lydia die Purpurhändlerin" oder "Das Abendmahl der ersten Christen, nicht immer nur Friede und Freude!"

Diese zwei biblische Begebenheiten haben mich fasziniert und veranlasst, beide Erzählungen für ein kommentiertes Rollenspiel zu einer Geschichte zu verweben.
(Apg.16,11-15 und 1 Kor 11,17-34)
Isabel Schreiber,


An zwei konfessionellen Nachmittagen haben die acht Schüler/innen das Rollenspiel mit viel Engagement einstudiert. Einzelne Szenen haben sie mit eigenen Ideen mitgestaltet, so dass am Schluss alle eine Rolle hatten, was den Verlauf der Geschichte mit beeinflusste.

Am 2. April wurde das Rollenspiel dann mit grossem Einsatz und Herzblut den Eltern und Kirchenbesucher vorgeführt:

Paulus trifft in Philippi ein und erkundigt sich nach dem Weg. Am jüdischen Gebetsplatz trifft er auf Lydia, eine ehemalige Sklavin und mittlerweile tüchtige Geschäftsfrau, die mit Purpurstoffen handelt. Fasziniert von der Lehre Jesu lässt sie sich als erste Christin auf europäischen Boden taufen. Ihr Haus stellt sie der jungen christlichen Gemeinde als Versammlungsort zur Verfügung und übernimmt die Rolle der Gemeindeleiterin.

„Für das Sättigungsmahl teilen alle mit allen ihre mitgebrachten Speisen, um abschliessend das gottesdienstliche „Herrenmahl“ bei Brot und Wein zu feiern.“ So zumindest sollte es sein, aber ...
ganz so einfach ist es nicht für die betuchten Gemeindemitglieder. Das Warten auf die Randständigen und das Teilen der mitgebrachten Speisen mit Ihnen ist eine Herausforderung. So kommt es, dass die urmenschliche Neigung das Eigene besser für sich zu behalten, stärker ist und sie das selber mitgebrachte Essen auch selber essen.

Lydia, sichtlich enttäuscht über dieses unsolidarische Verhalten, holt sich brieflich Rat bei Paulus. Er lässt nicht lange auf eine Antwort warten und schreibt seiner Freundin zurück. Kritisch und mit deutlichen Worten massregelt er das Verhalten einiger Gemeindemitglieder und fordert sie auf, sich gut zu überlegen, wofür man vom gesegneten Brot isst und Wein aus dem Kelch trinkt.

Mit diesem Rollenspiel wurde uns vor Augen geführt, wie tief menschlich und schwierig es oftmals ist, damals wie heute, die christliche Lehre auch wirklich zu leben. Dies vor allem in Gemeinschaften, die aus den unterschiedlichsten Mitgliedern bestehen.

Dank heutigen Paulus und Lydias werden wir immer wieder aufgefordert, uns zu überwinden und uns für ein friedliches, tolerantes Miteinander einzusetzen, und auch mit einem „Nichtfreund“ das Brot zu teilen.

Mit diesem Rollenspiel zeigten die Kinder ein Stück Abendmahlsgeschichte, sowie die Entstehung der ersten christlichen Gemeinden.
Im Zentrum stand aber jede/r einzelne Schüler/in und seine eigene feierliche Einführung ins Abendmahl.

Bei einem Apéro mit urchristlichen Beilagen liessen wir den besonderen und kurzweiligen Sonntagvormittag ausklingen.

Liebe 3. Klässler, Euch allen ein grosses Lob, das habt ihr toll gemacht.
Bereitgestellt: 09.04.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch