Thala Linder

Herzlich willkommen Tanja Grünig

Tanja Gruenig-Manz (Foto: zvg)

Wir freuen uns riesig am 7. August im Gottesdienst in der Stadtkirche die neue Pfarrerin begrüssen zu dürfen...
Thala Linder,
Ab 1. August wird Tanja Grünig als Pfarrerin zu 80% in der Kirchgemeinde Solothurn wirken. Ihr Schwerpunkt liegt an der Stadtkirche mit dem Schwerpunkt Kultur und Erwachsenenbildung.




Eine erste Gelegenheit sie kennenzulernen haben sie am
» Gottesdienst mit Begrüssung von Tanja Grünig
10.00 Uhr Stadtkirche
gestaltet wird er von ihren Pfarrkolleginnen Thala Linder und Elsbeth Hirschi Glanzmann
die Musik bringen Fredy Schnyder und Brendan Wade.

Ihre erste Predigt hören Sie im
» Gottesdienst am 28. August
10.00 Uhr, Stadtkirche

Selber schreibt Sie zu ihrer Person:
Aufgewachsen bin ich im oberen Fricktal, in einer Familie, die den Glauben zwar nicht ablehnte, aber auch nicht praktizierte. Doch bereits als Kind faszinierten mich die existenziell-religiösen Fragen nach dem Woher und Wohin. Unzählige Stunden verbrachte ich als Kind auf Friedhöfen in der Hoffnung, dem Wohin dort auf den Grund zu kommen. Wo sind die verstorbenen Menschen hingegangen? Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub. Die Antwort befriedigte mich nicht, aber die weitere Suche musste 10 Jahre warten. Die existenziellen Fragen liessen mich nicht los, doch das Religiöse wurde mir als Teenager fremd.

Erst kurz vor der Studienwahl kam mir die Idee Theologie zu studieren. Nicht nur ich selbst war davon überrascht, sondern auch mein ganzes Umfeld. Die Frage nach dem Warum wurde mir oft gestellt: Warum christliche Theologie? Warum die Faszination für die religiösen Fragen? Bisweilen auch ganz kritisch: Wie, du glaubst an Gott? Und auch hier hatte ich nicht die eine abschliessende Antwort.

Im Studium lernte ich die Finessen der Sprache kennen. Es wurde mir bewusst, dass ant- von anti- kommt und entgegen bedeutet. Ant-wort bedeutet so viel, wie jemandem Worte entgegenzuhalten. Es entspricht mir nicht, Menschen Worte auf Fragen entgegenzuhalten, sondern vielmehr, mit Worten sprachfähig zu werden. Es entspricht mir nicht, gegen Menschen Worte zu halten, sondern mit Menschen Worte zu finden für das, was einen in Kopf und Herz bewegt. Und manchmal sind es nicht die Worte, die Wege eröffnen, sondern Bilder, Musik oder Poesie. Mein Studium der Kunstgeschichte hat mir dazu verholfen, dort Bilder sprechen zu lassen, wo meine Worte an ihre Grenzen kommen. Mit Worten, Bildern und Menschen auf dem Weg zu sein, Sprache für die religiös-existenziellen Fragen zu finden und darin zu wachsen, ist meine Motivation dazu, Pfarrerin zu sein.

Ich freue mich auf diese Herausforderung und wünsche Ihnen bis zu unserem persönlichen Kennenlernen Gottes Segen.


Wir wünschen Tanja Grünig einen guten Start in der Kirchgemeinde Solothurn.
Bereitgestellt: 02.08.2022     Besuche: 150 Monat