Musik & Poesie: Himmelsverbunden. Die mystische Seite von Pfingsten

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Himmelsverbunden. Die mystische Seite von Pfingsten
Am Pfingstmontag singt die Sopranistin Carola Glaser die „Wesendonck-Lieder“ von Richard Wagner. Auf überraschende Weise ein Zugang zur mystischen Seite von Pfingsten.

Richard Wagner vertonte die Gedichte „Engel“, „Stehe Still“, „Im Treibhaus“, „Schmerzen“ und „Träume“ von Mathilde Wesendonck 1857 und 1858. Sie verarbeiten eine unerfüllte Sehnsucht. Als Wagner in Zürich lebte, fühlte er sich sehr verbunden mit Mathilde Wesendonck. Beide waren jedoch verheiratet; ihre Freundschaft führte zum Eklat. Wagner zog nach Venedig und rang darum, wie auch in seiner Oper Tristan und Isolde, ob irgendwie zusammenkommen kann, was zusammenkommen will.
Hier liegt der Berührungspunkt zu Pfingsten. Bei Wagner ist es die Frage: Kann man in der Liebe und im Geiste zusammen sein, auch wenn dies durch räumliche Entfernung oder gesellschaftliche Verpflichtungen verhindert ist? Im Pfingstfest ist es die Frage: Kann zusammenkommen, was so grundsätzlich getrennt scheint wie Himmel und Erde, Gott und Mensch?
In den Wesendonck-Liedern ist zu hören, was auch das Pfingsterlebnis mitprägt: Die Sehnsucht, hinaustreten zu können aus allen Bindungen, Alltag, Schmerz und Last, um sich ganz und tief verbunden zu fühlen. Das Christentum hat früh auch eine mystische Seite entwickelt und Pfingsten lädt ein, sich nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit Gefühl und Hingabe auf das Göttliche und Himmlische einzulassen: ergriffen, entzückt, verliebt, verzückt vom Wunder des Lebens. Ganz weg zu sein, kann helfen, ganz da zu sein.

Carola Glaser: Ihr Weg führt die Sopranistin von Basel ans Mannes College of Music in New York und wieder zurück nach Basel. Seither war sie zu hören in vielen Opernhäusern und Konzersälen in Berlin, Frankfurt, Wien, Bonn oder Rom. Ihr Repertoire reicht von Verdi über Beethoven und Mozart bis zu Schönberg, Schostakowitsch, Verdi und Strauss – und eben Richard Wagner. » http://www.carolaglaser.com

Ansi Verwey: Die Dirigentin und Pianistin war 2007–2009 Leiterin einer Wagner-Werkstatt. Sie wurde in Südafrika geboren, dort studierte sie Klavier, Orgel und Cembalo an der Stellenbosch University. Nach Stationen an der Volksoper Wien, Wiesbaden, Hannover, Bilbao, Valencia, Frankfurt, Stuttgart, Lissabon und Südafrika spielt sie nun Wagner bei uns Solothurn. » http://ansiverwey.de

Eintritt frei, Kollekte
Im Anschluss Apero mit Maibowle

Kontakt: Pfrn. Alexandra Flury-Schölch
 
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