Thala Linder

Die Geschichte des Schänzli

Anna Schreiber, ehemaliges Behördenmitglied, hat 2017 im Rahmen des 50 Jahre Jubiläums einen Brief im Namen des Schänzli geschrieben
Selzach Schänzli (Foto: Nina Schütz)

 

Das Schänzli stellt sich vor
Ich bin überzeugt, dass die meisten Selzacherinnen und Selzacher mich kennen.
Du nicht? Dann stelle ich mich Dir kurz vor:

1967 bin ich auf die Beine gestellt worden. Dafür musste ich kämpfen, denn am Anfang waren nicht alle begeistert von mir. Doch ich bin geblieben und habe als ein einfacher Holzbau vielen Stürmen standgehalten.
Auf einer kleinen Anhöhe im Gebiet „Schänzli“ stehe ich. (wahrscheinlich daher auch mein Name).
1986 hat die Kirchgemeinde mich umgebaut. Da erlebte ich etwas Wunderschönes. Mir wurden 3 farbige Fenster eingebaut. Roman Candio hat sie gestaltet und ihnen den Namen Glaube, Hoffnung und Liebe gegeben.
Darauf bin ich sehr stolz. Mein Inneres ist durch die Fenster etwas Besonderes.
In ihm herrscht eine freundliche Atmosphäre. Viele Menschen die mich betreten spüren dies sofort. Ich bin einfach gestaltet, aber wunderschön.
Damit ich Innen und Aussen immer glänze, habe ich eine gute Fee, sie heisst Sandra.
2007 bin ich vergrössert worden und nun einfach nicht mehr zu übersehen.
Ich erhielt sogar eine Glocke, nun bin ich auch nicht mehr zu überhören.

Manchmal denke ich, ich sei perfekt und es fehle mir an nichts.
Aber manchmal fehlen mir Besucher: kleine und grosse, junge und alte.
Es dürfen ruhig ein paar mehr sein.
Ich will ja nicht eitel sein, aber es lohnt sich mich zu besuchen.
Auf Deinen Besuch freue ich mich schon jetzt.
In diesem Jahr feiere ich einen runden Geburtstag, ich werde nämlich 50 Jahre alt.

Dein „Schänzli“
Bereitgestellt: 09.11.2021