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Stadtkirche Rundgang Nr. 1: Die erste Kirche

Alte Kirche Süd (Foto:  Verwaltung)

Anfänge
Die Geschichte der reformierten Kirchgemeinde in Solothurn beginnt im Jahr 1834. Am 31. März trafen sich 24 Protestanten im Gasthaus Adler und beschlossen, der Solothurner Regierung eine Bittschrift zur Gründung einer reformierten Kirchgemeinde vorzulegen. Bereits 1835 stimmte der Grosse Rat dem Anliegen zu und bewilligte für zehn Jahre einen jährlichen Beitrag von 300 Franken. Von diesem Zeitpunkt an durften die Reformierten die Stephanskapelle in der Stadt mitbenutzen – ein wichtiger Schritt, der ihre Präsenz im katholisch geprägten Solothurn nachhaltig stärkte.
Stephanskapelle am Friedhofsplatz (Foto: Historischer Verein Solothurn)
Die erste Kirche
In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Gemeinde rasch. 1863 schenkte die Stadt der Kirchgemeinde ein Grundstück vor dem Bieltor. Mit Unterstützung der Regierung, die 100'000 Franken beisteuerte, konnte der Bau einer eigenen Kirche beginnen. Der neugotische Bau wurde im April 1866 in Angriff genommen und am 30. September 1867 vor 1'200 Besucherinnen und Besuchern feierlich eingeweiht.
Doch bereits 1879, nur zwölf Jahre nach der Einweihung, musste die Kirche wegen Bauschäden erstmals gesperrt werden. Ein Gutachten aus dem Jahr 1917 zeigte erhebliche Mängel: Die Nord- und Südwand waren nicht mehr im Lot, der Mörtel zerfiel, und das Gebäude hätte einem Erdbeben nicht standgehalten. Inzwischen war die Gemeinde stark gewachsen und benötigte mehr Platz. 1922 entschloss man sich daher zum Abbruch.
Bereitgestellt: 29.08.2025    Besuche: 16 Monat            Datenschutz