Nursery and Secondary School in Matebete Village
Ein Bildungszentrum vor Ort ist ein Traum der Maassaï: der Bau eines Kindergartens und einer weiterführenden Schule im Dorf Matebete, das im Bezirk Mbarali in der Region Mbeya liegt.
Dieser Traum entstand, nachdem die Maasaï und andere nomadische Bevölkerungsgruppen im Bezirk Mbarali erneut aus ihrem angestammten Weideland umgesiedelt werden sollten, um die Erweiterung der Nationalparks zu ermöglichen.
Eine Kehrseite des Natur- und Tierschutzes. Für die Maasaï ist dies eine schwierige Situation, weil sie sich durch diese Massnahmen bedroht fühlen, ihr Heimatland, ihre Weideplätze für ihre Kühe und damit ihre kulturelle Lebensform zu verlieren.
Für die Maassaï ist die Viehhaltung ihre Lebensgrundlage und ihre Haupteinnahmequelle. Wenn die Regierung oder Investoren Anspruch auf das Land erheben, auf dem sie mit ihren Herden umherziehen, wird ihr Leben schwieriger, komplizierter, härter, besonders für alte Menschen, Kinder und Frauen.
Den Maassaï und anderen Gruppen, die von der Viehzucht leben, werden zwar andere Grundstücke als Lebensgrundlage zugewiesen, dennoch sehen sie sich gezwungen, ihre Dörfer zu verlassen und in unbekannte Gebiete umzusiedeln. Das ist ein Einschnitt in ihr Leben und in ihre Lebensweise. Es gibt wenige Orte, die für die nomadische Lebensweise und die Viehwirtschaft entsprechend vorbereitet sind, so dass es schwer ist, sich darauf einzulassen und einige Viehzüchter kämpfen vor Gericht, um dies Umsiedlungen zu stoppen.
Nicht viele Maassaï kennen sich in der Landwirtschaft und im Anbau von Feldfrüchten aus, und auch nicht in anderen Berufen udn Fertigkeiten. Eine langfristige Umstellung der Lebensweise auf die Sesshaftigkeit kann nur gelingen, wenn neue Möglichkeiten der Existenzsicherung geschaffen werden. Die Grundlage dafür ist eine gute Ausbildung - von Buben wie von Mädchen - damit sie in Zukunft andere Lebensmöglichkeiten haben neben der Viehaltung.
Der Unterricht wird in drei Sprachen sein: in Maa, Kiswahili und Englisch. Englisch ist die Sprache der Oberstufe und Voraussetzung für eine höhere Bildungsstufe. Bisher mussten Kunder und Jugenliche dafür in die Stadt und dort auch irgendwo wohnen können. Mit einer Schule vor Ort können sie im Umfeld ihrer Familie eine Sekundarschule besuchen.
Die Bauarbeiten für diesen Traum der Schule werden gemeinsam von jungen Menschen aus der Dorfgemeinschaft geleistet und vorangetrieben. Innerhalb eines Jahres wurden die Fundamente ausgehoben, die Mauern und das Dach errichtet, dann gestrichen und Fenster eingesetzt.
Im Jahr 2025 sollen nun der Bodenbelage und Stühle und Tische folgen.
Nicht viele Maassaï verfügen derzeit nicht über ausreichende finanzielle Mittel, um den Bau von Schulgebäuden alleine als Maassaï-Gemeinschaft zu tragen. Wir können sie in ihrer Initiative, ihrem Engagmenet für ihren Traum zusammen mit dem NGO Nopadeo unterstützen.