Immer am 1. Freitag im März findet seit vielen Jahren der Weltgebetstag statt, an dem Frauen aus unterschiedlichen Ländern zum Gottesdienst einladen. Auch in unseren Kirchgemeinden hat der Weltgebetstag eine lange Tradition und wird von ökumenischen Frauenteams liebevoll gepflegt. Jedes Jahr sind wir erneut gespannt, aus welchem Land die Liturgie ist und was die Frauen über ihre Situation als Christinnen in diesem Land zu erzählen haben.
Am 6. März wenden wir unseren Blick nach Nigeria, woher die Weltgebetstagsliturgie dieses Jahr stammt.
Nigeria liegt an der Westküste Afrikas. Mit einer Bevölkerung von ca. 230 Millionen Menschen (2024) ist Nigeria das bevölkerungsreichste Land Afrikas.
Die drei grössten ethnischen Gruppen in Nigeria sind die Hausa-Fulani im Norden, die Yoruba im Südwesten und die Igbo im Südosten. Daneben gibt es über 250 ethnische Gemeinschaften und über 500 indigene Sprachen.
Traditionelle afrikanische Religionen umfassen eine Vielzahl von Glaubensrichtungen und Riten. In der Kolonialzeit wurde das Christentum durch europäische Missionare eingeführt. Im Norden ist vor allem der Islam verbreitet.
Die kulturelle Vielfalt Nigerias findet Ausdruck in den farbenfrohen Textilien, wo jedes Muster eine Geschichte über das traditionelle Erbe erzählt. Dazu gehört seit vorchristlicher Zeit das Geschichtenerzählen, die Musik, Tanz und Theater, und in moderner Zeit eine bedeutende Filmindustrie. Die nigerianische Literatur wurde durch die Auszeichnung mit verschiedenen internationalen Preisen weltweit bekannt.
Aber die Herausforderungen für das alltägliche Leben sind gross, vor allem für Frauen.
Davon erzählen sie aus verschiedenen geografischen und sozialen Kontexten in der aktuellen Liturgie.
Auf die Bibelstelle aus Matthäus 11,28 «Ich will euch stärken, kommt!» bezieht sich auch das Titelbild, das einerseits die tägliche Realität des Lastentragens aufzeigt und andererseits auch unsichtbare emotionale Lasten. So sind wir alle eingeladen, miteinander zu tragen und einander gegenseitig zu entlasten. Denn geteiltes Leid ist halbes Leid!
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