Urs Scheidegger

Viel «Herzblut» investiert

BuchCover_Gotterfahren<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>reformiert-solothurn.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>164</div><div class='bid' style='display:none;'>1539</div><div class='usr' style='display:none;'>98</div>

Es ist ein Musterbeispiel gelebter Ökumene, was da Franz Eckert aus Langendorf und Hans Stricker aus Bellach aufgewendet haben, um das Evangelium den sie umgebenden Menschen näher zu bringen. Am 28. April 2017 wurde das Werk im Landhaus Solothurn vorgestellt.
Urs Scheidegger,
Das Coverbild deutet es bereits dezent an: Gott erfahren in der Natur, in der Literatur, im Bild, in der Musik, in der Zeit, in der Welt der Medien, im Körper, in der Lebensgeschichte, in der Kirche und in der Liebe. Aus diesen zehn Lebensbereichen erzählt ein brandneues Buch von Menschen, die sich auf Gott einlassen und welche Qualität ihr Leben dadurch gewinnt. Die Autoren des im » https://www.rex-buch.ch/Artikel/Gott-erfahren-heute-Eckert-Franz--Stricker-Hans-Alfred/4815/Rex-Verlag Luzern erschienenen Buches (Vernissage war am 28. April 2017, 19.30 Uhr, im Landhaus Solothurn) sind Franz Eckert aus Langendorf und Hans Stricker aus Bellach. Der promovierte Pastoralpsychologe Hans Stricker hat vor zwei Jahren als Nachfolger von Peter Keller das Präsidium des Kirchenkreisteams (KKT) Bellach übernommen. Franz Eckert, Katholik, ehemaliger Professor für Religion und Deutsch am Gymnasium, und Hans Stricker, reformiert, ehemaliger Kantonsschulprofessor für Religion, Geschichte und Hebräisch, sind seit Jahrzehnten beruflich wie freundschaftlich verbunden. Über all die Jahre hinweg haben sie immer wieder viel «Herzblut» investiert, um das Evangelium den sie umgebenden Menschen näher zu bringen, ganz im Sinne der beiden Gleichnisse Jesu: vom Schatz im Acker oder von der Suche nach der wertvollen Perle.

«Göttliche» Wirklichkeit entdecken
Die Idee zu einem gemeinsamen Buch wurde vor rund vier Jahren geboren. Leitgedanke war, wie viel Mehrwert Gotteserfahrung für unser Leben bringt. Dabei waren sich die Autoren stets bewusst, dass moderne Menschen weniger «das unfassbare Absolute im Himmel» interessiert, «wohl aber Gott, den wir in uns, unter uns und in unserer modernen Umwelt erfahren können». Sie laden gewissermassen ein, in der säkularen Welt von heute «göttliche» Wirklichkeit zu entdecken und sich anzueignen.
Dabei wollen die Autoren nicht auf verschlungenen Wegen den Berg besteigen in der Hoffnung, den Gipfel – eben Gott – zuletzt doch noch zu erreichen. Auch suchen sie nicht «den Weg der schweigenden Annäherung an ein Geheimnis». Sondern sie ziehen es vor, gleichsam mit der Tür ins Haus zu fallen. Will heissen: Sie wollen von Gott reden, von Gott, der unter uns ist, mit uns, in uns – der Gott, den es im Sinne von Inventar in dieser Welt «nicht gibt», aber ohne den unser Leben ohne Trost und Hoffnung wäre.
Wo «Gott erfahren heute» drauf steht, müssen die drei Begriffe einzeln und in Verbindung untereinander auch drin sein. Das sind sie in der Tat – und nicht zu knapp mit den hundert Quelltextverweisen in dem über 300 Seiten starken Werk, das, wie die Autoren betonen, dank der Beiträge vom Synodalrat BE-JU-SO, von der katholischen Pastoralkonferenz, der Solothurnischen interkonfessionellen Konferenz (SIKO) und zwei weiteren Institutionen realisiert werden konnte.
Entstanden ist ein reifes, weil unter viel Sachkenntnis, Lust und Liebe herangereiftes Buch, das auf seinen Entdeckungsreisen mitten ins Leben mit überraschenden Aspekten Bekanntschaft machen und Altbekanntes aus verblüffender Perspektive entdecken lässt. Und das als Musterbeispiel gelebter Ökumene.
Gott erfahren
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Fotograf/-in zvg
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Bereitgestellt: 26.04.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch