Martina Jaggi

Warum gibt es die Fastenzeit im Christentum?

Fragezeichen-Rubrik_Logo (Foto: Martina Jaggi)

In unserer Rubrik «?» (Sie fragen – wir antworten) beantwortet Pfarrerin Tanja Grünig die Frage, warum es die Fastenzeit im Christentum gibt.
Der Begriff des Fastens ist heute vielen Menschen bekannt, die dies nicht aus religiösen Gründen tun (Heilfasten, Intervallfasten). Im Christentum gibt es die grosse Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern. Worauf verzichtet wird, ist sehr unterschiedlich und kann freiwillig festgelegt werden.

Die vierzig Tage Fasten vor Ostern haben eine lange Tradition und gehen auf die Wüstenzeit Jesu zurück: Jesus war vierzig Tage betend und fastend in der Wüste. Bis zur Reformation gab es feste Regeln, was an welchen Tagen gegessen wurde und worauf verzichtet werden musste. Durch die Reformation erhielt das Fasten einen geringeren Stellenwert. Und doch hat die Fastenzeit in den letzten Jahren auch in den Reformierten Kirchen eine Renaissance erlebt. Bewusst auf Dinge zu verzichten ermöglicht einen erweiterten Blick auf sein Leben und regt zur persönlichen Reflexion an. Zugleich kann das Fasten eine besondere Zeit der persönlichen Gottesbeziehung sein.

Tanja Grünig, Pfarrerin

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