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Stadtkirche Rundgang Nr. 6: Taufstein

Taufstein in alter Kirche (Foto:  Verwaltung)
"Irrfahrt" des Taufsteins
In der alten Kirche stand im Chorraum ein achteckiger Taufstein. Im Zuge des Abbruchs wurde das Mobiliar gegen ein bescheidenes Entgelt verkauft. So gelangte der Taufstein aus Solothurner Stein in den Privatbesitz eines Mitglieds der damaligen Baukommission, das ihn um 1950 an einen Gärtnermeister weitergab. Dieser überliess ihn 1959 dem Direktor der AEK, Urs Viktor Büttikofer, der selbst noch an diesem Taufstein getauft worden war.

Der Taufstein wurde fortan als Tisch genutzt und diente der Familie im Garten als zentraler Sammelpunkt – zunächst an der Oberen Steingrubengasse und ab 1982 am Frölicherweg. Über den Verbleib des dazugehörigen, ebenfalls achteckigen Taufbeckens ist leider nichts bekannt.

1989 entschloss sich die Familie Büttikofer, den Tauftisch der Reformierten Kirchgemeinde zu schenken – mit der Auflage, dass er wieder seine ursprüngliche Bestimmung erhält. Die Familie liess den Tisch restaurieren, und am 3. Dezember 1989 wurde der «alt-neue» Tauftisch im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes erneut in Dienst genommen.
Taufstein (Foto:  Verwaltung)
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