Worüber nicht spekuliert werden musste, ist das Wiederauftauchen der Majolika in der Nische der Westwand. Protokolle und Berichte verwiesen auf eine Figur des Johannes des Täufers. Da sich aber niemand an diese Figur erinnerte, nahmen alle an, dass die Figur längstens entfernt wurde. Das Auftauchen war dann auch entsprechend überraschend und geschah, als sich vor Beginn der Abbrucharbeiten an einem Feierabend ein Mitglied der Baukommission, zwei seiner jungen Angestellten, der Verwalter und die Vorsitzende der Baukommission trafen, um mit Hilfe einer weiteren Kernbohrung eine kleine güldene Dose zu bergen. Diese wurde durch ein Loch unter dem Boden entdeckt und alle hofften auf Fotos, Pläne oder neue Erkenntnisse. Nach fast zwei Stunden bohren und grosser Inszenierung mit Kamera und Scheinwerfer war die Enttäuschung gross, als in einer goldig umwickelten alten Kamblydose lediglich bereits vorhandene Protokolle und Kopien zum Vorschein kamen. Als Frustabbau schlug die Vorsitzende der Baukommission vor, die Hauptnische ebenfalls zu öffnen, vielleicht wäre dort ebenfalls etwas drin. Nach kurzen Spitzarbeiten war die Überraschung entsprechend sehr gross, als ein unversehrter Johannes der Täufer durch das Loch die Anwesenden anschaute.
Inzwischen ist bekannt, dass die Figur nach Entwürfen von Armin Meili in Paris angefertigt wurde. Die bemalte und zinnglasierte Keramik oder eben Majolika ist eine Kunstarbeit, die man ursprünglich aus dem 15. und 16. Jahrhundert aus Italien kennt und ist ein Unikat in seiner Art.