"Rede mit! Bewege mit!" - Rückblick auf den 3. Visionsworkshop
Für den 3. Workshoptag haben wir uns erneut in Langendorf getroffen. Viele von den gut 40 Teilnehmenden waren bereits an den vorausgegangenen Workshops dabei. Offensichtlich ist die Motivation und das Interesse, die Zukunft unserer Kirche mitzugestalten, gross.
Caroline Wyss,
Mit einer schönen Einstimmung von Kirchgemeindemitglied Andrea Ursula Ernst und einem Rückblick auf die ersten beiden Workshops starteten wir in den dritten Samstag.
Franziska Gottschalk und Myriam Mathys übernahmen auch diesmal die Moderation und begleiteten uns durch den Tag zu den Fragestellungen: «Wenn ich an die Zukunft der KG Solothurn denke, was können wir dann loslassen?», «Wo liegt in Zukunft unser Fokus?», «Was tun wir weiterhin?», «Was tun wir nicht mehr?»
Rasch wurden wir in gemischten Gruppen mit der Aufgabe konfrontiert, unsere Kirche 2030+ mit einem Budget von 2.5 Mio. zu gestalten.
Wie auch in der Realität, gab es in diesem Planspiel auch Rahmenbedingungen, an welche wir uns halten mussten. Unser Verwalter hat Zahlen, Daten und Fakten vorgestellt und dann als Schatzmeister geamtet, bei dem man sein Geld in Pfarrstellen, Kirchen, Ehrenamtliche etc. eintauschen konnte.
Obwohl sich das Ganze vergnüglich anhört, wurde in den Gruppen viel diskutiert und hart gefeilscht. Jede Gruppe hat sich Gedanken darüber gemacht, was wir uns noch leisten können oder wollen und am Ende ihren Vorschlag vorgestellt.
Obwohl jeder Tisch ein unterschiedliches Budget gestaltet hat, resp. andere Prioritäten gesetzt hat, zeigte sich bei allen Gruppen, dass eher an den Liegenschaften als an den Menschen gespart werden soll. In einer Widerstandsabfrage zu jedem Vorschlag zeigte sich aber dann doch, dass
die kirchlichen Gebäude einen sehr hohen emotionalen Widerstand auslösten. «Wenn die Kirche/das Kirchgemeindehaus aus meinem Dorf verkauft wird, dann....»
Diese Erkenntnisse zeigen uns, dass es sehr wichtig ist und bleibt, möglichst im Gespräch mit der ganzen Kirchgemeinde zu bleiben und alle, die möchten, weiterhin auf den Weg mitzunehmen.
Den Tag abgeschlossen, haben wir in der grossen Runde zu den beiden Fragen:
«Welcher Wert des Wertdiamanten bedeutet mir im Prozess sehr viel?» und «Was ist mir in der Zusammenarbeit wichtig in diesen Zeiten?».
Wir danken allen von Herzen für die Zeit, die sie an diesem Samstag für die Zukunft unserer Kirchgemeinde eingesetzt haben.